Das neue Gesicht der Mittelmole

Die geplante Bebauung direkt an der Warnow-Mündung verspricht keine „Hochhäuser“ am Strom und eine Architektur, die ins Ortsbild passt.

(Rostock, 14.11.2018) Stadtplanung und WIRO haben Dienstagabend im Ortsbeirat Warnemünde neue Ideen und ihre überarbeiteten Pläne für die Mittelmole präsentiert. „Wir wollen endlich vorankommen, brauchen Baurecht für die Mittelmole“, sagt Christian Jentzsch, Prokurist der Wohnungsgesellschaft. Nachdem es an den ersten Entwürfen der WIRO für 300 neue Wohnungen direkt am Strom 2015 Kritik gab, haben die Planer nun nachgebessert: So sind zum Beispiel keine „Hochhäuser“ mehr vorgesehen. „Kein Neubau wird höher als 22 Meter, das künftige WIROtel bleibt das höchste Gebäude“, versichert Christian Jentzsch. Zwar ging es an diesem Abend um Maßstäbe, nicht um Architektur, aber klar ist schon jetzt: Die Fassaden sollen die Struktur und Elemente der bestehenden Bebauung am Alten Strom aufnehmen - damit sie ins Ortsbild passen.

Eine Chance für das Ostseebad
Auch die neuen Entwürfe sehen zwei Quartiere vor: Das sogenannte „Stromquartier“ inmitten des Filetstücks und das „Quintett“ an der Spitze rund um das WIRO-Hochhaus. Allesamt mit Tiefgaragen. Wo heute Wohnmobile in 1A-Lage parken, will der kommunale Vermieter eine große Freifläche schaffen – mit viel Grün und mit Platz, um dort bei der Hanse Sail oder der Warnemünder Woche zu feiern. Im „Stromquartier“ – zur Brücke und zum Bahnhof hin – sind im Erdgeschoss Geschäfte geplant.

300 neue Wohnungen
Durch die neuen Planungen verliert die WIRO rund 1000 Quadratmeter Wohnfläche. „Wir gehen aber weiterhin davon aus, dass wir rund 300 neue Wohnungen auf der Mittelmole schaffen können“, macht Christian Jentzsch deutlich. Denn im „Stromquartier“ sollen die Häuser dafür etwas höher werden – aber maximal fünf Stockwerke hoch, mit viel Grün im öffentlichen Innenhof. „Die gegenüberliegenden großen Gebäude am Alten Strom werden höher sein als unsere Neubauten.“ Auch die neuen Wohnhäuser am Park würde das Wohnungsunternehmen gern realisieren. Ebenso ein Parkhaus zwischen Bahngleisen und Kreuzfahrthafen – mit 500 Stellplätzen.