Wo sich die Kräne drehen

Umzugswagen fahren in der Thierfelderstraße ein und aus.
Umzugswagen fahren in der Thierfelderstraße ein und aus. Die ersten Mieter, im Wohnriegel 13 bis 15, sind im Februar eingezogen. Fotos: DOMUSIMAGES und WIRO

Die WIRO baut und investiert auch in diesem Jahr in allen Stadtteilen. Ein Blick auf die wichtigsten Baustellen 2024.

Die WIRO baut Hunderte neue Wohnungen für Rostock. Das ist, wenn man den Wohnungsmarkt betrachtet oder Nachrichten aus der Baubranche verfolgt, besonders. Das kommunale Wohnungsunternehmen setzt seine Schwerpunkte jetzt und in Zukunft weiter darauf, Wohnraum zu schaffen. Auch mit komplexen Sanierungen und Modernisierungen sorgt es für ein zeitgemäßes Angebot. Aber die prominenten Großprojekte sind nur das eine. Genauso wichtig ist der WIRO, ihren Bestand in Schuss zu halten und zu pflegen. Bei 35.000 Wohnungen gibt es immer etwas zu tun. Dafür ist das Team Bautechnik zuständig. In dessen Verantwortung liegen kleinere Modernisierungen und Bauprojekte. Hier die wichtigsten Baustellen:

Lortzingstraße 6 bis 8
Kaum ein Stein bleibt in der Lortzingstraße 6 bis 8 in Warnemünde auf dem anderen. Arbeiter haben die alte Kellersohle rausgestemmt, 37 Tonnen Bewehrungsstahl eingebaut. Nun ist der Keller endlich wasserdicht. In den oberen Etagen erneuern sie Decken, verändern Grundrisse, bauen das Dachgeschoss aus. Bäder, Fenster, Heizungen, Fassade und Dach – die Liste ist lang. In einem Jahr ist der Klinkerbau aus den 40er-Jahren wie neu. Seit 2015 saniert die WIRO Block für Block in dem Karree. Die Planung für das nächste Haus, Lortzingstraße 9 und 10, läuft schon.

WIROtel in Lichtenhagen
In Geduld müssen sich die jugendlichen Bewohner des WIROtels in Lichtenhagen üben. Weil während der Fassadensanierung versteckte Baumängel aus Vorzeiten ans Licht kamen, dauert es länger als geplant. Im Juni soll nun alles fertig sein. Mit dem neuen Wärmedämmverbundsystem sparen die Bewohner eine Menge Energie – und mit dem neuen, pastellfarbenen Farbanstrich erstrahlt das Haus in neuem Schick.

Ahlbecker Straße 1 bis 3
In der Ahlbecker Straße 1 bis 3 können nach der Sanierung vor allem ältere Mieter komfortabler wohnen. Sechs neue Aufzüge fahren bereits, sie halten auf jeder Etage. Ein Laderaum für Elektro-Rollstühle wird eingerichtet. Die Eingangsbereiche werden umgebaut, sind demnächst großzügig und hell. Aktuell richten Handwerker die Flure her, sie erneuern Beleuchtung, Belag und Wände. Im Herbst soll der Elfgeschosser fertig sein.

Warnowallee 23a
Die ersten fünf Geschosse stehen schon: In der Warnowallee 23a in Lütten Klein entsteht ein Hochhaus mit zwölf Etagen. Im Erdgeschoss und im ersten Stock sind zwei Wohngemeinschaften für Senioren geplant. Von 67 Wohnungen sind 63 sozial gefördert. Im Herbst 2025 übernimmt die WIRO das schlüsselfertige Haus.

Baustelle Warnowallee.
Warnowallee.

Möllner Straße
Endspurt in Lichtenhagen! Das größte Neubauquartier der WIRO an der Möllner Straße wird nach drei Jahren Bauzeit bis September vollendet. Je nach Fertigstellung vermietet die WIRO die 318 Wohnungen nach und nach. Der erste Block ist schon bewohnt. Für die Plöner Straße 6 und 7, die 42 Wohnungen sind sozial gefördert, sind alle Mietverträge unterzeichnet. Das nächste Haus geht in diesen Tagen in die Vermietung.

Markgrafenheide
Die Abrissbagger kommen im März nach Markgrafenheide. Der ehemalige Kasernenblock Albin-Köbis-Straße 7 verschwindet. Im Sommer sollen die Bauarbeiten für ein neues Wohnhaus beginnen. 21 Wohnungen, mit Erdwärme beheizt, und eine Praxis sollen Anfang 2026 fertig sein.

Helmuth-Mentz-Straße 8 und 9
Die Warnow vor der Nase: Das erwartet die künftigen Mieter in der Helmuth-Mentz-Straße 8 und 9. In Gehlsdorf entstehen zwei Häuser mit insgesamt 39 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit. Der Rohbau steht. Die WIRO übernimmt die Neubauten Anfang nächsten Jahres schlüsselfertig.

Helmuth-Mentz-Straße 8 und 9.
Helmuth-Mentz-Straße 8 und 9.

Pappelallee 4
Das offene Treppenhaus in der Pappelallee 4 war immer was Besonderes – aber bei Sturm, Schnee und Eis müssen die Mieter die Zähne zusammenbeißen, wenn sie vor ihre Wohnungstür treten. Noch problematischer: Die Witterung hat Korrosionsschäden verursacht. Darum wird der Flur voraussichtlich ab Mai mit einer Glasfassade geschlossen. Das Haus gehört zur »fünften Wohngruppe«. Das Quartier war Anfang der 90er-Jahre der erste Neubau der WIRO.

Erneuerbare Energien
Mehr als 500 Wohnungen rüstet die Energietochter der WIRO, die WIR Wärme in Rostocker Wohnanlagen GmbH, in den nächsten Monaten energetisch um. Alte Einzel-Gasthermen werden ausgebaut, die Heiztechnik auf erneuerbare Energien umgestellt: unter anderem Wärmepumpen und Eisspeicher. Die WIR bündelt Anlagen und rüstet ganze Quartiere im Hansa- und Komponistenviertel und in Warnemünde um.

Thierfelderstraße
Umzugswagen fahren in der Thierfelderstraße ein und aus. Die ersten Mieter, im Wohnriegel 13 bis 15, sind im Februar eingezogen. Im neuen WIRO-Quartier mit 147 Wohnungen geht es in großen Schritten voran. In den fünf Punkthäusern geben sich die Gewerke für Innenausbau die Klinke in die Hand, bis spätestens September sollen sie bezugsfertig sein. Der letzte Wohnriegel, die Kobertstraße 1 bis 4, ist im Rohbau. Baufertigstellung: Frühjahr 2025.