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Vom Schandfleck zum schicken Mietshaus: Die WIRO will das historische Haus des Sports in Warnemünde ab Herbst sanieren und zu einem Wohnhaus umbauen. Quelle: hkc GmbH

Im Haus des Sports in Warnemünde und im Hochhaus auf der Mittelmole rücken bald Maurer, Maler und Elektriker an: Beide Gebäude sollen vollständig umgebaut werden. Ihre Planungen stellt die WIRO auf der Sitzung des Ortsbeirates für Warnemünde und Diedrichshagen am 10. Januar vor.

Vom Schandfleck zum schicken Mietshaus: Die WIRO will das historische Haus des Sports in Warnemünde ab Herbst sanieren und zu einem Wohnhaus umbauen. „Wir haben das Gebäude von der KOE übernommen, es gehört seit 2016 zu unserem Bestand“, sagt Christian Jentzsch, Bereichsleiter Investitionen bei der Rostocker Wohnungsgesellschaft.

Nach einer wechselvollen Geschichte, in dem der Dreigeschosser viele Jahre erst als Hotel und dann von 1954 bis 2015 als Sportstätte diente, sollen hier nun zwölf Mietwohnungen entstehen - darunter Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen mit 65 bis 113 Quadratmetern Wohnfläche. Die Außenmauern sollen erhalten bleiben. „Im Frühjahr beginnen wir mit der Bauantragsplanung, im Spätsommer wollen wir den Bauantrag stellen“, erklärt Christian Jentzsch. Anfang 2019 könnten dann die ersten Mieter in die neu sanierten Wohnungen einziehen.

Die Planungen für das Haus des Sports stellt die WIRO auf der Sitzung des Ortsbeirates für Warnemünde und Diedrichshagen am 10. Januar vor. Ebenfalls Thema an diesem Abend: Der Umbau des Hochhauses auf der Warnemünde Mittelmole zum WIROtel.

Die WIRO betreibt ein Jugendwohnheim in Lichtenhagen, ein Jugend- und Studentenhaus in der Südstadt sowie das Studentenhaus in der Elisabethwiese in der KTV – kurz WIROtels genannt. „Nicht immer passen Bewerber und Ausbildungsplatz regional zusammen“, macht Bereichsleiterin Susanne Schulz deutlich. „Dann müssen junge Menschen mobil und bereit sein, eine Stelle auch weit weg von zu Hause anzunehmen.“ Die berufliche Integration, ein unbekanntes Umfeld, neue Menschen und der Ablöseprozess von den Eltern seien große Herausforderungen, bei denen die WIROtels gute Starthilfe leisten: „Im Kreise Gleichaltriger kann man sich austauschen, Gemeinschaft erleben und den Freiraum genießen, den man zur Entfaltung der eigenen Selbstständigkeit braucht.“

Das neu geplante WIROtel am Bahnhof 3a auf der Mittelmole soll voraussichtlich ab 2018 volljährigen Auszubildenden und Studenten, aber auch Sportlern in 58 einfach und praktisch ausgestatteten Einzel- und Doppelzimmern ein Zuhause auf Zeit bieten. „Den Bauantrag“, so Susanne Schultz, „haben wir im Dezember 2016 gestellt. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf rund drei Millionen Euro.“ Büros für die Warnemünder Vereine sollen in den neben dem Hochhaus stehenden Flachbauten entstehen.