Keine heiße Luft

In den ersten zwei Jahren hat die „WIR Wärme in Rostocker Wohnanlagen“ 54 Heizungsanlagen für knapp 700 Wohnungen umgerüstet. Auch 2019 baut die WIR in mehr als 278 Wohnungen alte Einzelthermen aus, die Mieter bekommen Heizwärme und Warmwasser künftig aus modernen Zentralanlagen im Keller. »Die Umrüstung dauert etwa eine Woche pro Aufgang“, sagt WIR-Geschäftsführer Ingolf Wenzel. Foto: Alexander Rudolph

Seit 2017 betreibt die Wärme-Tochter der Rostocker WIRO alle gasbetriebenen, zentralen Heizungsanlagen der Wohnungsgesellschaft – und tauscht diese nach und nach aus. Wo es geht, werden ergänzend regenerative Technologien wie Solarthermie und Wärmepumpen eingesetzt.

(Rostock, 28. Januar 2019) Die Tochter der WIRO Wohnen in Rostock gibt Gas: In den ersten zwei Jahren hat die „WIR Wärme in Rostocker Wohnanlagen“ 54 Heizungsanlagen für knapp 700 Wohnungen umgerüstet. Auch 2019 baut die WIR in mehr als 278 Wohnungen alte Einzelthermen aus, die Mieter bekommen Heizwärme und Warmwasser künftig aus modernen Zentralanlagen im Keller. »Die Umrüstung dauert etwa eine Woche pro Aufgang“, sagt WIR-Geschäftsführer Ingolf Wenzel. „Bisher waren alle Mieter begeistert vom zusätzlichen Komfort.« Mit den modernen Anlagen ist beispielsweise Warten auf warmes Wasser passé.

Mit umweltfreundlichen Technologien die Miete stabilisieren
Die WIR betreibt 280 zentrale Heizungsanlagen, die ausschließlich Gas als Brennstoff nutzen. Die Tochterfirma verantwortet die Betriebsführung, Instandhaltung und Wartung. Stück für Stück lässt sie die alten Anlagen gegen moderne und effiziente Technik austauschen. »Unser Ziel ist es, auf diese Weise die Miete zu stabilisieren.« Mit neuen Anlagen – und auch mit umweltfreundlichen Technologien.

Energiewende in den eigenen vier Wänden
Wo es geht, ergänzt die WIR Heizsysteme mit Solarthermie, Blockheizkraftwerken oder Luftwärmepumpen – für die Energiewende in den eigenen vier Wänden. So hat die WIRO-Tochter im Rostocker Komponistenviertel für 24 Wohnungen in der Brahmsstraße eine moderne Heizungsanlage gebaut. Das Herzstück: ein unscheinbarer, grauer Kasten zwischen den Häusern 44 und 45. Eine Luftwärmepumpe. Das Prinzip ist dem Kühlschrank ähnlich, nur andersherum: Die Pumpe entzieht der Außenluft die Wärme. Die reicht aus, um die Wohnungen zu beheizen und das warme Wasser aufzubereiten. Nur in Spitzenzeiten unterstützt ein Gaskessel. Die neue Anlage ist sparsamer – und gut für die Umwelt. Der CO2-Ausstoß sinkt um ein Drittel.