Fit für die Zukunft

Die Energie-Tochter der WIRO macht von sich reden: Ab 2020 will die WIR Wärme in Rostocker Wohnanlagen mehr als 250 Wohnungen im Hansaviertel mit Erdwärme beheizen.

Damit sind die Rostocker weit und breit die ersten, die ein bestehendes Quartier in dieser Größe auf umweltfreundliche Geothermie umstellen. Bereits in wenigen Wochen beginnen die Probebohrungen auf dem Innenhof des Karrees Kieler/Bremer/Lüneburger/Kopernikusstraße und Platz der Freiheit. »Wir wollen ermitteln, wie ertragreich das Areal ist«, erklärt WIR-Geschäftsführer Ingolf Wenzel.

Ab in die Erde
Anschließend wird konkret geplant: Wie viele Sonden müssen wie tief in die Erde? Ab August wird für schätzungsweise 40 bis 60 Erdwärmesonden bis zu 100 Meter tief gebohrt. Über Rohrleitungen wird die Energie aus der Geothermie vom Innenhof zu neun Wärmepumpen transportiert, über die alle Wohnungen versorgt werden. Mit Erdwärme wird die Grundlast für Heizung und Warmwasser der WIRO-Häuser abgedeckt. Nur in kalten Zeiten steuern zwei Spitzenlast-Gaskesselanlagen fossile Wärme bei.

Geothermie ist Klimaschutz
Etwa 70 Prozent der benötigten Wärme kommen aus dem Erdreich an Ort und Stelle. Transportwege fallen flach. CO2-Emission wird eingespart. Und günstig ist die Heiztechnologie auch, darum bleiben die Betriebskosten stabil.