Ganz verändert

Verwandlung total: Künftig 24 moderne Wohnungen. Foto: Alexander Rudolph

Die Albin-Köbis-Straße 10 in Markgrafenheide ist kaum wiederzuerkennen. Die WIRO hat die alte Kaserne in den vergangenen Monaten zu einem modernen Wohnhaus umgebaut.

Von dem 30er-Jahre-Backsteinbau ist nicht mehr viel zu sehen – und das liegt nicht nur an den Gerüstplanen vor der Fassade. Die WIRO hat die alte Albin-Köbis-Straße 10 in den vergangenen Monaten zu einem modernen Wohnhaus umgebaut. Den Einzugstermin im Spätsommer können vor allem die bisherigen Mieter kaum erwarten, während der Bauarbeiten sind sie in den Nachbarhäusern untergekommen. Sie werden staunen über ihr altes Zuhause: Anstelle von murkeligen Zimmern bekommen sie großzügige Grundrisse, bodenebene Duschen ohne hohe Einstiege und einen Aufzug im Treppenhaus. »Das ist gerade für die älteren Mieter erleichternd – für sie waren die verbauten Wohnungen oft problematisch «, erklärt WIRO-Projektleiter David Hillert.

Das ist bisher passiert in Markgrafenheide: Zuerst wurde die einstige Kaserne entkernt, alle nichttragenden Wände abgerissen. »Dabei kamen noch einige Probleme zum Vorschein, die wir nicht erwartet hatten«, so Hillert. Am alten Mauerwerk hatte der Zahn der Zeit heftig genagt, es musste teilweise ersetzt werden. Rohbauer haben dann neue Wände gezogen, einen Flügel angebaut und eine dritte Etage aufgesetzt. Damit mehr Platz für Wohnraum bleibt, hat Architekt Achim Mansfeld auf große Treppenhäuser verzichtet. Alle Wohnungen sind über verglaste Laubengänge erreichbar. So sind aus zehn Wohnungen 24 geworden, mit zwei oder drei Zimmern, alle barrierearm, mit Balkon und großen Fensterfronten. Derzeit arbeiten die Gewerke für den Innenausbau auf Hochtouren.

Auch energetisch kommt das 80 Jahre alte Haus auf den neusten Stand: Heizung und Warmwasser erwärmt künftig die Solarthermieanlage auf dem Dach. Die Backsteinmauern werden mit einer zehn Zentimeter dicken Mineralwollschicht gedämmt, in den Tonsteinen vom neuen Anbau und der Aufstockung ist die Dämmung integriert. Die Betriebskosten sollen so spürbar sinken. Damit die Mieter immer genau wissen, wo sie stehen, können sie ihren Wasser-, Strom-, und Heizverbrauch auf modernen Displays im Blick behalten.