Werftdreieck: Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Flugzeugwerke, Neptun-Werft und Heinkel-Wand: Schritt für Schritt führte
Stadtkonservator Peter Writschan durch die Geschichte des Areals rund ums
Werftdreieck.

An kaum einem anderen zentralen Ort in Rostock gibt es noch so viel Platz für Ideen: Auf dem Werftdreieck in der KTV soll ein neues Wohnviertel entstehen. Vor dem Start des städtebaulichen Wettbewerbes können Rostocker wieder mitreden: bei der 2. öffentlichen Diskussionsveranstaltung am 15. Juli 2015, 18 bis 21.30 Uhr auf dem Uni-Campus Ulmenstraße.

Kindertagesstätte, Bürgertreffpunkte, Spielplätze, Grünflächen und Cafés: Nach einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung und zwei Quartiers-Spaziergängen haben sich die Rostocker eine Meinung über die Entwicklung des Werftdreiecks zum Wohnquartier gebildet. „Bei den beiden Quartiers-Spaziergängen zu den Themen Verkehr/Lärm sowie Denkmalpflege/Geschichte waren nur wenige Teilnehmer dabei. Schade, denn die waren richtig spannend“, sagt Projektleiter Christian Jentzsch von
der WIRO. Dennoch erreichten das kommunale Wohnungsunternehmen sehr gute, durchdachte Ideen und Vorschläge für die Planungen. Einheitlicher Konsens: Die Hansestädter wünschen sich Wohnraum, den sie bezahlen können und ein Quartier, in dem sich alle Generationen zu Hause fühlen.
Die Entwicklung des Werftdreiecks ist das größte Neubauprojekt in der Geschichte der WIRO. Auch wenn die Eigentümerin der Industriebrache bei den Planungen den Hut auf hat, kann sie nicht allein entscheiden, was am Ende gebaut wird. Unter anderem müssen Aufsichtsrat und Stadtverwaltung, Ortsbeirat und Bürgerschaft zustimmen. So ist es vorgeschrieben.
Die WIRO geht aber noch einen Schritt weiter. Freiwillig holt sie Rostockerinnen und Rostocker schon bei den Vorplanungen ins Boot, sammelt Wünsche und Ideen, lange bevor der städtebauliche Wettbewerb startet. Christian Jentzsch: „Das macht Arbeit und kostet Geld, aber es lohnt sich!“ Auch bei den weiteren Etappen des Planungsprozesses soll immer wieder das Gespräch gesucht werden, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. Dafür gibt es Dialog-Veranstaltungen – die zweite am 15. Juli auf dem Uni-Campus in der Ulmenstraße. „Wir hoffen, dass noch einmal viele mitreden wollen, bevor der städtebauliche Wettbewerb startet“, sagt Christian Jentzsch.
Alle Dialog-Veranstaltungen und Quartiers-Spaziergänge moderiert das Büro FIRU. Die Experten in Sachen Bürgerbeteiligung sorgen dafür, dass kein Hinweis verloren geht. Außerdem begleitet eine Website den Planungsprozess (www.werftdreieck-rostock.de), bündelt Informationen und bietet die Möglichkeit, online Fragen zu stellen sowie Anregungen loszuwerden.

anhören & mitreden
WIRO im Dialog.
Wohnen am neuen Werftdreieck.
2. öffentliche Diskussionsveranstaltung
15. Juli 2015, 18 bis 21.30 Uhr
Universität Rostock, Campus Ulmenstraße, Hörsaal 323 im Hauptgebäude